Heute überreicht die Volksinitiative für ein Landesweites Schülerticket des Kreiselternrats Vorpommern-Greifswald deutlich über 15.000 Unterschriftenlisten an die Präsidentin des Landtags MV.

 

Die Initiative Schülerbeförderung hat die Volksinitiative des Kreiselternrates Vorpommern-Greifswald gemeinsam mit dem Landeselternrat, dem Landesschülerrat, dem Städte- und Gemeindetag, dem Unternehmerverband des Handwerks und vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützt.

Im Rahmen dieses Engagements wurde ein Bündnis geschlossen, das die Diskussion begleiten und die Umsetzung des landesweiten Schülertickets im Landtag und durch die zuständigen Ministerien einfordern und konstruktiv begleiten wird.

 

Die derzeitige Gesetzgebung zur Schülerbeförderung in unserem Bundesland unterscheidet seit der Schulgesetzänderung aus dem Jahr 2012 zwischen Kindern und Jugendlichen, die eine örtlich zuständige bzw. eine örtlich unzuständige Schule besuchen.

Sie führt zu einer Ungleichbehandlung der SchülerInnen, die von ihrem Recht auf freie Schulwahl Gebrauch machen, indem diese weitestgehend von der Finanzierung der kostenfreien Schülerbeförderung ausgeschlossen werden und bürdet den Landkreisen den finanziellen Ausgleich dieser Schieflage auf.

Mittlerweile ist deutlich geworden, dass die  Unterscheidung in örtlich zuständige und unzuständige Schulen mit der daraus folgenden Ungleichbehandlung der SchülerInnen den erwarteten Beitrag zur Sicherung von Schulstandorten nicht geleistet hat.

Da zunehmend mehr Familien alternative Beförderungsmöglichkeiten für ihre Kinder gefunden haben, gehen den ÖPNVs mehr und mehr die Fahrgäste verloren.

Die Angebote der öffentlichen Verkehrsbetriebe, insbesondere der Busunternehmen, büßen dadurch weiter an Attraktivität ein.

 

Die Volksinitiative fordert mit dem landesweiten Schüler- und Azubiticket eine zukunftsorientierte Lösung dieser Probleme, die die Mobilität von Kindern und Jugendlichen in Schul- und Freizeit gewährleistet, den öffentlichen Nahverkehr erhält und das Land Mecklenburg-Vorpommern wieder attraktiver für Familien mit Kindern macht.

 

Wie das landesweite Schüler- und Azubiticket konkret gestaltet und finanziert werden kann, soll in den nächsten Monaten auf verschiedenen Veranstaltungen mit Experten, Vertretern der Verkehrsbetriebe, Politikern und Betroffenen diskutiert werden. Unter anderem ist von Seiten des Landeselternrates eine Fachtagung zum Thema Schülerbeförderung geplant.

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