Die Änderungen in der Schulgesetzgebung des Landes Mecklenburg-Vorpommern führen zu Ungerechtigkeiten und finanziellen Nachteilen für Eltern und Schüler. Wir wollen im ganzen Land Fallbeispiele sammeln, dokumentieren und veröffentlichen, um den von den Streichungen Betroffenen Gesichter zu geben. Diese Beispiele werden wir den zuständigen und zur Wahl antretenden Landespolitikerinnen und -politikern, verbunden mit der Bitte um Stellungnahme und Benennung der eigenen Position, vorlegen.
Sie können sich hier nun mit Ihrer eigenen „Busgeschichte“ in die Initiative einbringen. Schreiben Sie dafür einfach einen neuen Kommentar!

  1. Simone Mandl

    es ist schon auffallend, das die Busse auch nur zu den örtlich zuständigen Schulen fahren, bzw. das die Kinder nur dort Pünktlich und ohne große Umsteige- bzw. Wartezeiten ankommen. Bringt man sein Kind auf eine nicht örtlich zuständige Schule so bleibt man nicht nur auf den kosten sitzen, sondern muss sein Kind meist selber mit dem Auto oder um die Umwelt zu schonen mit Fahrgemeinschaften zur Schule bringen. Es gibt keine Verbindungen die die Kinder rechtzeitig zur schule bringt, ohne das sie schon eine Stunde zu früh vor der Tür stehen oder zu spät kommen.

    Das alles beißt sich mit dem Gesetzt der „freien Schulwahl“….

    Wir wohnen auf Ummanz und unser Sohn geht auf das Hansa Gymnasium in Stralsund. Es fährt weder ein Bus Richtung Samtens zum Bahnhof (auch nicht zurück) um die Züge nach HST zu erreichen und die Züge fahren so ungeschickt, das er entweder um kurz vor sieben in HST ist (die Schule fängt beginnt um 7.50 Uhr) oder er kommt erst um 7.55 Uhr an. Genauso sieht es mit der Rückfahrt aus, um 14.50 Uhr ist Schulschluss somit kommen sie erst um kurz nach drei am Bahnhof an und der Zug fährt um 15.01Uhr ab, das heißt die Kinder müssen immer eine Stunde am Bahnhof auf den nächsten Zug warten…..Es gibt nur eine Busverbindung nach Ummanz von Samtens über Gingst, dafür müssten die Kinder aber den 15.01 Uhr Zug erreichen – was jedoch zu Fuß (auch mit Roller) nicht möglich ist.

    • Sally Raese

      Liebe Frau Mandl, haben Sie vielen Dank für Ihre „Busgeschichte“. Solche Beispiele helfen uns immer sehr!

  2. Reinhard K.

    Unsere Kinder fahren von Völkshagen (noch VR) nach Rostock mit dem Verkehrsverbund RVV (rebus) durchqueren also den Landkreis LRO und gehen in HRO auf die staatliche Jenaplanschule. Würden wir zB 3 km weiter in Blankenhagen im LKR wohnen, würde der LKR die Kosten übernehmen! Bisher zumindest noch.
    Die zuständige Busgesellschaft NVG fährt bis Ribnitz und passt für uns gar nicht, Fahrpläne sind auch nicht abgestimmt.

    Das kostet ermäßigt pro Kind im Monat 62,-

    Eigentlich müßten wir noch grundsätzlicher argumentieren: Schulgeld für freie Schulen wird ja wenigstens noch mit 30 % als Steuerermäßigung anerkannt, Fahrten mit ÖPNV gelten als mit dem Kindergeld abgegolten. Das sollte über einem Mindestbetrag geändert werden!

  3. Karina Schlifke

    Meine Kinder 5. und 6. Klasse besuchen beide die CJD Schule in Sellin. Dieses Schuljahr wird das Busticket von Lancken-Granitz nach Sellin i. H. v. 40,20 Euro noch bezahlt. Ab dem nächsten Schuljahr dann nicht mehr. Unser Sohn müsste dann eigentlich das Gymnasium in Bergen besuchen. Das Busticket hierfür (80,40 Euro) würde der Landkreis komplett übernehmen. Da er aber in Sellin bleibt und dort die gymnasiale Klasse der Gesamtschule besucht werden die (nur) 40,20 Euro nicht übernommen. Der Landkreis würde hier sogar sparen, da wir unser Kind nicht auf die örtlich zuständige Schule schicken. Ähnlich ist es mit allen Gymnasialschülern aus dem Bereich Mönchgut. Hinzu kommt noch die zeitliche Ersparniss für die Kinder.
    Unsere Tochter müsste eigentlich die regionale Schule in Binz besuchen. Das Busticket dorthin (40,20 Euro) würde der Landkreis bezahlen. Das nach Sellin zum gleichen Preis jedoch nicht.
    In der Presse steht immer wie teuer dem Landkreis die Bezuschussung der Fahrten zur örtlich nichtzuständigen Schule kommt. Hat eigentlich mal jemand gegen gerechnet, wie viel er spart, wenn wir unsere Kinder nicht auf die örtlich zuständige Schule schicken, da diese teilweise weiter entfern ist.

  4. Roland Kienow

    Hallo

    Ich habe ein Antwortschreiben von Herrn Brotkorb bekommen in dem eine Summe von 11 Millionen für die Schülerbeförderung im Rahmen des Finanzausgleiches genannt wird.Da dieses Geld ,so denke ich ,aus Steuerngeldern besteht müssten eigentlich auch alle Schüler von diesem Geld etwas abbekommen und nicht nur „einige Auserwählte“.Ich hatte Herrn Drescher auch noch einen Brief geschrieben in dem ich unteranderem fragte wie die Sache finanziert würde ,wenn alle Schüler in eine ortszuständige Schule gehen würden,denn laut Aussage von Frau Ockert ist nicht genug Geld für alle da.Laut Aussage von Herrn Lang ist auch kein Schülerverkehr notwendig:
    „Wir befördern die Schüler im Linienverkehr, das hat sich bewährt und ist auch so genehmigt.“
    Man müsste noch einmal die genaue Definition für einen Schülerverkehr erarbeiten,denn jeder redet um den heißen Brei rum.Was ist eine öffentliche Schülerbeförderung?Ist damit der Schülerverkehr innerhalb des Linienverkehrs gemeint?
    Roland Kienow

  5. Lieber Roland. Vielen Dank für Deine / Eure „Geschichte“. Wir haben ja auch Eure Unterlagen. Vielen Dank dafür!

  6. Mutter aus Bresewitz

    Hallo!
    Wir wohnen in Bresewitz und haben drei schulpflichtige Kinder im Alter von 7, 12 und 15 Jahren ( d.h. einer nicht mehr ermäßigt) . Die drei gehen auf die regionale Schule Zingst, die vor unserem Umzug auch die zuständige Schule gewesen wäre. Nun müssten wir drei Kinder nach Barth umschulen, in eine Stadt zu der wir weder eine Beziehung haben, noch unsere Kinder ihre sozialen Kontakte pflegen könnten. Zingst ist von uns aus 6 km entfernt, Barth mind. 12 km. Wir müssten für die Beförderung nach Zingst ca. 150 € im Monat für die drei vezahlen- das können wir nicht!!! Wir würden die Kinder chauffieren, so gut es ginge aber das ist nicht zu allen Zeiten möglich.
    Vielleicht möchte man fördern, dass ein Elternteil nicht arbeiten kann- es lebe die Hausfrau?
    Wir sind sehr in Sorge und hoffen doch noch auf eine vernünftige Lösung!
    Einzugs Ermächtigungen sollten wir dem Busverkehr schon unterschreiben, Preise wurden bis heute nicht mitgeteilt. #Bitte kämpft für uns.#

  7. Sternberg-Barth

    Hallo,
    Unsere Kinder besuchen ebenfalls die CJD Schule in Sellin, einer die 6. der andere die 7. Klasse. Nicht nur, dass wir jetzt um die Kostenerstattung bangen, obwohl die Fahrt zur örtlich zuständigen Schule teurer wäre, wir wohnen zusätzlich 4,4 km von der nächsten offiziellen Haltestelle entfernt. Ein Schultaxi wurde letztes Jahr abgelehnt, müsste man gerichtlich erstreiten, d.h. wir müssen selbst sehen, wie wir unsere Kinder zur nächsten Haltestelle, bzw. zur Schule bekommen. Und dies in Deutschland, wo es freie Schulwahl und auch eine Schulpflicht gibt.

  8. Eltern aus Fuhlendorf

    Hallo,
    einige Fuhlendorfer Kinder besuchen die Freie Schule Prerow. Es ist ja schon sehr löblich, dass wir eine Direktverbindung morgens zur Schule haben, aber am Nachmittag bekommen wir unsere Kinder nicht nach Hause. Sie müssen in Barth aussteigen und werden dort von den eigenen Eltern abgeholt, was Zeit und Kosten verursacht. (Sie haben ja auch unterschiedlich Schulschluß). Sie müßten sonst über eine Stunde an einer Hauptverkehrsstrasse auf einen Anschlußbus warten. Wenn ich jetzt schon so viel Busgeld bezahlen muß, kann ich doch wohl auch verlangen, dass mein Kind wieder nach Hause kommt!!!!!!!!!!!

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